Daniel 2: Der Triumph des Königreiches Gottes

von Simon Mayer
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Daniel 2: Der Triumph des Königreiches Gottes

Wie bewertest du die Zeit, in der wir uns befinden – gerade auch in geistlicher Hinsicht? In was für Tagen leben wir? In bösen oder in guten?

Bist du von deiner Veranlagung her eher der Pessimist, der sich zurücksehnt nach der guten alten Vergangenheit, z.B. der Reformation? Oder neigst du vielmehr zum Optimismus? Bist du der Ansicht, dass wir noch niemals in besseren Zeiten gelebt haben? Dank Internet, Social Media und Co. können wir als Christen mehr Menschen als jemals zuvor mit der Guten Nachricht erreichen. Wir alle betrachten die Welt durch eine gewisse Brille. Und deshalb gibt es nichts heilsameres, als immer wieder bewusst unsere beschränkte Weltanschauung hinter uns zu lassen und die Dinge aus Gottes Perspektive zu betrachten. Denn die Wahrheit liegt selbstverständlich irgendwo zwischen purem Optimismus und extremem Pessimismus.

Das Buch Daniel kann uns eine enorme Hilfe dabei sein, solch eine göttliche Perspektive zu gewinnen. Denn die Geschichte von Daniel und seinen drei Freunden hat viele Parallelen zu unserem Leben: Wir können in Kapitel 1 lesen, dass sich die vier jungen Männer im Exil befanden, sie lebten fernab ihrer Heimat im feindlich gesinnten Babylon. Die Situation hätte größten Anlass zu Pessimismus geben können. Es wäre nur zu verständlich gewesen, wenn die vier ihren Kopf in den Sand gesteckt und sich bestmöglich von ihrer Umwelt abgekapselt hätten. Oder aber sie hätten sich einfach angepasst. Sie hätten ihre religiösen Überzeugungen aufgeben können, in dem Wissen, dass ihnen dann wahrscheinlich glorreiche Karrieren in Babylon bevorstehen würden. Beides haben sie nicht gemacht. Sie haben sich nicht angepasst und sie haben sich nicht abgekapselt. In einer Welt, die ihnen feindlich gegenüberstand, sind sie ihrem Glauben treu geblieben und haben gleichzeitig nach dem Besten für ihre Umwelt getrachtet. Sie haben auf ihren souveränen Gott vertraut, dass er diese so negative Situation zu einem positiven Ausgang bringen kann. Und Gott hat sie tatsächlich bewahrt und gesegnet.

Auch wir leben im Exil. Wir sind zwar in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt. Und ja, wir sind umgeben von Feinden Gottes. Da kann man manchmal schon zum Pessimisten werden. Aber Abkapselung ist keine Option. Und Anpassung auch nicht. Sondern Vertrauen auf den Herrn, Mut für ihn auch in schwierigen Momenten einzustehen und nicht zuletzt eine gesunde Portion Optimismus, weil Gott die Dinge in der Hand hält. Sein Königreich wird letztendlich triumphieren! Das ist es, was wir in Daniel 2 sehen: Gottes Königreich wird triumphieren.

Der Traum eines Königs und seine quälende Unruhe (V.1-13)

Zuerst wird uns also von dem Traum Nebukadnezars berichtet. Dieser Traum, der eine große innere Unruhe bei Nebukadnezar und damit einhergehend eine Krise im ganzen Palast auslöst. Wir müssen uns vor Augen halten, mit wem wir es hier zu tun haben. Wir sprechen von Babylon. Der damaligen Supermacht schlechthin. Wir reden von Nebukadnezar, dem mächtigsten Herrscher dieser Zeit. Einem grausamen, brutalen, kaltblütigen Mann.

Und ein simpler Traum beunruhigt ihn so sehr, dass er nicht mehr schlafen kann. Ein kleiner Alptraum – wenn das überhaupt der richtige Begriff dafür ist – lässt diesen Superherrscher so sehr in Panik geraten, dass er all seine Wahrsager, all seine Zauberer und Weisen zusammenruft. Der mächtige König ist wie ein Kind, das im Dunkeln lauthals nach seiner Mutter schreit. Das Problem: Die Traumdeuter können Nebukadnezar nicht helfen. Der König scheint zu wissen, dass er ihnen nicht komplett vertrauen kann. Er scheint zu wissen, dass sie ihm irgendeine dahergelogene Interpretation geben, wenn er ihnen den Traum verrät. Aber er will – er muss die Wahrheit wissen. Er muss wissen, was dieses Nachtgesicht zu bedeuten hat. Deshalb seine radikale Forderung: Die Wahrsager sollen ihm nicht nur die Deutung, sondern den Traum selbst nennen. Sollten sie es nicht können, drohe ihnen der Tod. Die Zauberer bitten und betteln: Diese Forderung sei unmöglich zu erfüllen, kein Mensch könnte ihr nachkommen. So etwas sei noch nie von einem Herrscher verlangt worden. Aber Nebukadnezar bleibt standhaft. Er wird nur noch verärgerter und schlussendlich gibt er voller Wut und Zorn den Befehl, alle Weisen im Land umzubringen.

Was wir zu Beginn dieses Kapitels sehen, ist die tiefe Unruhe eines gottlosen Menschen. Nebukadnezar hat eigentlich alles, was man sich bloß wünschen kann: Macht, Ruhm, Geld, Einfluss ohne Ende. Aber in seinem Innern kennt er keinen Frieden. Er ist letztendlich ein vollkommen unsicherer Mann. Er ist voller Furcht und Angst. Sein Sinnen und Trachten sind auf diese Welt ausgerichtet, er versucht sein Glück und seine Zufriedenheit in vergänglichen Dingen zu finden. Aber diese Dinge verschaffen ihm keinen endgültigen Frieden. Wir sind auf Gott hin geschaffen worden, hat der alte Augustinus gesagt, und unruhig sind wir, bis wir ruhen in ihm.

Die Welt um uns herum ist voll von Menschen wie Nebukadnezar. Viele davon sind unsere Freunde, Bekannten und Verwandten. Es sind Menschen, die sich mit allem, was sie sind und haben, an das Diesseits klammern. Menschen, die sich von ihrem Reichtum, ihrem Ansehen, ihrem Einfluss tiefen Frieden erhoffen. Und viele von ihnen scheinen sich in einem tiefen Schlaf zu befinden, viele von ihnen meinen tatsächlich, alles wäre bestens. Da kann man dann schon mal zum Pessimisten werden und sich fragen, wo das alles hinführen soll. Aber, der Herrscher des Universums kann diese Menschen genauso wie Nebukadnezar mit einem Paukenschlag aus ihrem Schlummer reißen, sodass sie plötzlich von Unruhe, Unzufriedenheit und Unsicherheit erfüllt werden. Sie eilen dann rastlos umher und suchen an allen möglichen Orten nach einer Lösung für ihr tiefgreifendes Problem. Sie befragen die Weisen dieser Welt, die Wahrsager und Zauberer. Und wenn sie keine wirklich befriedigende Antwort bekommen, werden sie womöglich voller Zorn und Ärger. Sie treffen zerstörerische Entscheidungen für sich selbst und für ihre Umwelt.

Was es in solch einem Moment braucht, ist ein Daniel. Ein Mensch voller Gottvertrauen, der mutig auf den Plan tritt. Wir sollten dafür beten, dass Gott Unruhe in den Menschen um uns herum bewirkt. Und wenn dieser Moment da ist, dann sollten wir entschlossen die Initiative ergreifen.

Das Gottvertrauen eines Jugendlichen und sein vorbildhafter Mut (V.14-30)

Ich finde es so faszinierend, diesen Bericht zu lesen und mir in Erinnerung zu rufen, dass wir es hier mit einem Jugendlichen zu tun haben, ja womöglich sogar einem Teenager, der noch keine 20 Jahre alt ist. Und dieser Jugendliche ist gekennzeichnet durch tiefgreifendes Gottvertrauen. Er ist das komplette Gegenteil von Nebukadnezar. Daniel hört von der Situation, von dem Plan, alle Traumdeuter und Zauberer und Ratgeber Babylons umbringen zu lassen. Und was tut er, wie reagiert er? Voller Ruhe und voller Weisheit lässt er sich erstmal die ganzen Hintergründe erklären. Dann legt er sich eine Strategie, einen Plan zurecht. Und schließlich tritt er mutig dem König entgegen und verkündigt ihm, dass er ihm die Deutung seines Traumes nach einer kurzen Bedenkzeit geben werde.

Wir wissen leider nicht, was sich Daniel ganz genau in dieser Situation gedacht hat. Aber ich denke, wir können auf jeden Fall sagen, dass er auf Gottes Allmacht und Führung vertraut und die Gelegenheit erkennt, Nebukadnezar den größten König zu bezeugen. Und deshalb macht er den Schritt. Er hat keine Ahnung, wie das alles enden würde. Aber er war nun mal von Gott in diese Situation gestellt; das war kein Zufall. Daniel vertraut darauf, dass Gott die Dinge unter Kontrolle hat. Er vertraut nicht auf seine eigenen Fähigkeiten.

Das wird auch daran deutlich, dass er schließlich ein Gebetstreffen mit seinen Freunden einberuft. „Lasst uns Gott anflehen“, sagt er, „dass er Erbarmen hat und mir den Traum offenbart, sodass Nebukadnezars Befehl nicht ausgeführt wird“ (V.17-18). Und Gott erhört das Gebet.

Und Daniel reagiert wie folgt (V.20-23):

„Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn sein ist beides, Weisheit und Macht. […] Er offenbart, was tief und verborgen ist. […] Dir, dem Gott meiner Väter, sage ich Lob und Dank, daß du mir Weisheit und Kraft verliehen und mich jetzt wissen lassen hast, was wir von dir erbeten haben…!“

Auch dieses Gebet ist faszinierend. Vielleicht sagst du jetzt: „Was soll daran groß faszinierend sein? Gott hat schließlich Daniels Gebet erhört. Ist doch selbstverständlich, dass er ihm dafür jetzt dankt!“ Ja, schon richtig. Aber ist dir bewusst, was für eine Art von Antwort Daniel bekommen hat? Ist dir bewusst, mit welcher Botschaft er vor den König treten soll? „Lieber König Nebukadnezar, dein Königreich wird nicht für immer Bestand haben!“ Das ist nicht gerade die Message, die Nebukadnezar hören will. Mit solch einer Nachricht vor einen Choleriker zu treten, der nur mit dem Finger schnippen muss, und du bist einen Kopf kürzer, das ist nicht gerade eine angenehme Aufgabe. Doch Daniel dankt Gott für diese Offenbarung! Er bricht in Lobpreis aus! Und dann tritt er mutig vor den König. Und die ersten Worte, die er ausspricht, lauten (V.27-28):

„Das Geheimnis, nach dem der König fragt, können Weise, Wahrsager, Traumdeuter oder Zeichendeuter dem König nicht verkünden; aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart…“

Daniel steht vor dem mächtigsten Herrscher der damaligen Welt und er verweist ihn auf den, der so viel größer ist als alle Könige dieser Welt. Er weist hin auf den, dem allein alle Ehre gebührt. Es geht Daniel nicht um sich selbst. Es geht ihm darum, Zeugnis abzulegen für Gott.

Und er wird uns allen darin zum Vorbild! Ihr Lieben, dieser Daniel, dieser Mann voller Gottvertrauen und Mut, ist zu diesem Zeitpunkt womöglich jünger als die meisten von uns! Lass dir nicht einreden, dass du zu jung bist, um für die Ehre Gottes aufzustehen! Verschwende nicht dein Leben mit YouTube-Gedaddel oder Selbstinszenierung auf Instagram, wenn du gleichzeitig etwas für den König der Könige bewegen kannst. Nicht jeder von uns wird eines Tages der Bundeskanzlerin gegenüberstehen. Vielleicht ist die offene Tür in deinem Leben nur die Haustür deines Nachbarn? Aber dann geh hindurch. Sei demütig wie Daniel; vertrau dem Herrn, wie er es tat. Und dann staune, welche Möglichkeiten Gott dir noch schenken wird. Staune darüber, wie Er Sein Reich mehr und mehr auf dieser Welt zur Ausbreitung bringt.

Der Gott aller Götter und sein ewiges Reich (V.31-49)

Daniel verkündigt in diesen Versen Nebukadnezar zuerst den Traum, den dieser hatte. Diese Vision eines erhabenen Standbildes. Der Kopf aus Gold, die Brust aus Silber, der Bauch aus Erz, die Beine aus Eisen und die Füße ein Gemisch aus Eisen und Ton.

Und dann ist da dieser Stein. Der angerollt kommt, das ganze Standbild zertrümmert und zu einem gewaltigen Berg anwächst, bis er schließlich die ganze Erde erfüllt. Es ist eine gewaltige Vision des Triumphes von Gottes Königreich. Wir könnten uns sicherlich über manche Details dieser Vision streiten, aber die wesentliche Interpretation macht Daniel ganz deutlich: Nebukadnezars Königreich, das doch so gewaltig und schön erschien wie der goldene Kopf des Standbildes, würde eines Tages vergehen. Und genauso würden auch die künftigen Reiche vergehen. Die Perser, die Griechen und die Römer. Sie alle schienen zu ihrer Zeit unüberwindbar. Aber ein kleiner, unscheinbarer Stein, ein Stein nicht von Menschenhand, sollte sie alle zerstören.

Wer oder was jedoch ist dieser Stein? Es ist der gleiche Stein, von dem es in Ps 118 heißt, dass er von den Bauleuten verworfen und dennoch zum Eckstein wurde. Es ist der gleiche Stein, mit dem Gott eines Tages das felsenfeste Fundament Zions begründen würde, wie Jes 28 prophezeit. Und im Neuen Testament bezieht niemand geringeres als Jesus Christus diese Vorhersagen auf sich selbst (Mt 21,42). Jesus Christus ist der Stein des Anstoßes. Und mit seiner Menschwerdung, mit seinem Sterben und Auferstehen hat das Königreich Gottes Einzug gehalten in dieser Welt. Ein Königreich nicht von Menschenhand, sondern von der mächtigen Hand Gottes. Kein Königreich voller militärischer Stärke, sondern ein Königreich voller geistlicher Kraft. Dieses Königreich Gottes wächst und wächst in unserer Welt. Es macht vor keinen Landesgrenzen Halt. Es vereint Menschen aus allen Nationen, Völkern und Sprachen. Es ist dabei, sich von einem kleinen Stein zu einem großen Berg zu entwickeln. Und eines Tages wird es die ganze Erde erfüllen.

Es ist ein Wunder, das vom Herrn vor unseren Augen bewirkt wurde und ständig weiter bewirkt wird. Und wir dürfen daran Anteil haben. Ist das nicht gigantisch? Wir leben in einer spannenden Zeit, in der Zwischenzeit zwischen dem schon jetzt und dem noch nicht. Gottes Reich ist schon da. Es ist jetzt schon gegenwärtig. Es ist mitten unter uns. Aber es ist noch nicht zur Vollendung gelangt. Nebukadnezar ist zwar schon lange tot, aber noch regieren auf dieser Erde die Trumps, die Erdogans und die Putins. Im Himmel jedoch und auf dem Thron des Universums, da regiert jemand anderes: Unser wahrer König, Jesus Christus! Und diesem König gebührt all unsere Loyalität, weil er uns mit seinem eigenen Blut erkauft hat!

2 Lektionen für Realisten

Was also sind wir? Optimisten oder Pessimisten? Ich sage: Weder noch. Hoffentlich sind wir vielmehr Realisten, die diese Welt nüchtern im Lichte von Gottes Wort betrachten! Machen wir uns nichts vor: Wir leben im Exil, genauso wie Daniel und seine Freunde. Wir leben in einer Umgebung, die uns oftmals feindlich gegenüber gesinnt ist. Aber dann gilt es, unseren Blick neu auszurichten auf den Gott der Götter und seine großartigen Verheißungen. Dann gilt es, alle Sorgen auf den zu werfen, der für uns sorgt. Dann gilt es neu darüber zu staunen, was der Herr schon alles in dieser Welt bewirkt hat und wie er momentan Menschen aus allen Ecken und Winkeln der Erde hineinruft in sein Reich.

Deshalb wünsche ich uns, dass wir gekennzeichnet sind durch zwei Dinge:

  1. unerschütterliches Vertrauen in unseren souveränen Gott
  2. entschlossene Initiative für unseren ewigen König

Wir können und sollen unerschütterliches Vertrauen in unseren souveränen Gott haben. Das ist eine Message, die sich durch das ganze Buch Daniel zieht. Gott ist souverän. Und er bewahrt Sein Volk, er segnet diejenigen, die Ihm vertrauen. Er hilft ihnen auch durch schwerste Zeiten, durch Anfechtungen und Prüfungen hindurch. Diese Haltung darf und soll auch uns kennzeichnen. Wir wissen nicht, wo wir am Ende landen. Aber wir wissen, dass wir einen souveränen Gott haben, der alles unter Kontrolle hat, ja, nicht ein Haar wird uns versengt werden, ohne seinen Willen. Deshalb haben wir von Josia schon immer eine große Betonung auf die absolute Souveränität Gottes gelegt. Warum? Ganz einfach, weil quasi jede Seite der Bibel die Allmacht Gottes zum Ausdruck bringt und wir das betonen wollen, was die Bibel betont! Aber wir wollen an der Souveränität Gottes nicht nur kopfmäßig festhalten, so als könnten wir einen Haken daran machen, wenn sie in unserem Glaubensbekenntnis auftaucht. Nein, es geht darum, dass wir tatsächlich unser ganzes Vertrauen in den Gott setzen, der sein Volk bisher nie im Stich gelassen und noch jede einzelne seiner Verheißungen wahr gemacht hat.

Zudem sollen wir gekennzeichnet sein durch entschlossene Initiative für unseren ewigen König. Das nämlich ist die zweite große Wahrheit, die sich wie ein roter Faden durch die Bibel zieht. Immer wieder ruft Gott sein Volk nicht nur dazu auf, ihm zu vertrauen, sondern im Vertrauen auf ihn auch zu handeln. Mutig und entschlossen voranzugehen. Und Daniel ist uns darin ein großartiges Vorbild. Er hat die Gelegenheit, die sich ihm geboten hat, beim Schopf gepackt. Er ist voller Mut vor den mächtigsten Mann der damaligen Welt getreten, hat Zeugnis für den wahren, ewigen König abgelegt und hat letztendlich dafür gesorgt, dass ein sinnloses Massaker an unschuldigen Menschen abgewendet wird.

Ich frage mich: Wo sind die Daniels unserer Zeit? Wo sind die mutigen Männer und Frauen, die entschlossen sind, für ihren Gott die Initiative zu ergreifen? Wo sind die Nachfolger Christi, die an dem Platz, an den sie ihr König gestellt hat, für ihn die Stimme ergreifen? Wo sind die Daniels, die ganz bewusst ein Risiko eingehen, um sich für das Wohl ihrer Mitmenschen einzusetzen? Lasst uns nicht zu klein von unserem Gott denken!

Schauen wir zuletzt auf das faszinierende Ende unseres Kapitels (V.47); ich weiß nicht, ob Daniel in seinen kühnsten Vorstellungen mit solch einer Reaktion von Nebukadnezar gerechnet hätte:

Wahrhaftig, euer Gott ist der Gott der Götter und der Herr der Könige und ein Offenbarer der Geheimnisse, dass du dieses Geheimnis offenbaren konntest!“ Bei Gott ist nichts unmöglich! Er kann sich selbst aus dem Mund eines Nebukadnezar Lob erschaffen! Und Er gebraucht dazu die Daniels dieser Welt, die gekennzeichnet sind durch unerschütterliches Vertrauen und entschlossene Initiative.

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1 Kommentar

Kathrin 10. Mai 2020 - 18:40

Vielen Dank! Die Botschaft über Daniel 2 hat mich ermutigt!

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