Matt Haney – Was sagst du durch dein Leben über Jesus Christus?

von Simon Arnold
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Das folgende Video ist ein Ausschnitt einer Predigt, die von Matt Haney auf einer christlichen Jugendfreizeit gehalten wurde und sich besonders an Jugendliche aus christlichem Elternhaus richtet. Der Predigttext findet sich in Lukas 6,43-46:

43 ​​Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt. 44 Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben. 45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund. 46 ​​Was nennt ihr mich aber »Herr, Herr« und tut nicht, was ich sage?

Matt Haney stellt anhand dieser Verse die Frage, was einen echten Christen wesentlich ausmacht. Woran sieht man, dass jemand Jesus nachfolgt? Woran sieht man, dass Jesus wirklich der Herr eines Menschen ist? Im Video wird öfter auf ein Bekehrungs-Zeugnis von David Bezug genommen, welches ihr hier nachlesen könnt.

Ich will niemandem helfen, sich selbst in die Irre zu führen

Ich versuche nicht, irgendjemandem dabei zu helfen, sich selbst in die Irre zu führen. Ich möchte heute euch gegenüber sehr deutlich werden. Ich möchte euch auf die klare Lehre Jesu Christi hinweisen. Und manche von euch sind getäuscht. Wenn Jesus mit diesem Text sagt: „Warum nennt ihr mich Herr, Herr und tut doch nicht die Dinge, die ich euch gesagt habe?“ (Lukas 6,46), drückt er damit aus: Manche von euch würden sich ehrlich als Christen bezeichnen, aber ihr seid dennoch sehr blind der Tatsache gegenüber, dass ihr Jesus völlig ungehorsam seid. Ich denke an Bruder David: Er hatte einen homosexuellen Lebensstil und war sich absolut nicht bewusst, dass das nicht richtig ist. Er unterlag einer Selbsttäuschung. Und manch einer von euch mag sagen: „Ich bin in Ordnung, ich habe keinen homosexuellen Lebensstil“. Sicher. Aber, was ist mit den anderen Bereichen deines Lebens? Hast du ein Verlangen, dich selbst höher zu achten als alles andere? Wenn du vorher da draußen am Sport teilgenommen hast, war es vielleicht nicht dein Verlangen, Spaß zu haben und deiner Mannschaft zu helfen, sondern nur: „Ich möchte gut dabei aussehen! Und ich möchte, dass die anderen dadurch schlecht aussehen“. Du hast dieses Verlangen gehabt, dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und nicht Christus.

In Amerika gibt es eine Menge Selbsttäuschung. Du kannst an beinahe jede Tür klopfen, und egal, ob der Typ ein Trinker ist oder ein Lügner oder ein Dieb oder über welchen anderen Lebensstil er verfügt. Er wird sagen: „Ich bin ein Christ“. Das ist einfach das Land, in dem wir leben.

Sieht man auf Facebook, dass Jesus dein Herr ist?

Lasst uns mal ins Detail gehen: Zeigt deine Facebook-Seite durch ihre Inhalte, die du dort weitergibst: „Jesus ist Herr“? Wenn dein Gemeindeleiter deinen Facebook-Account sehen würde, würde er sich schämen, dass du seine Gemeinde besuchst? Was sagt das aus? Was in deinem Facebook-Account zu sehen ist, das ist einfach das Aussprudeln dessen, was du bist. Das ist es. Wes das Herz voll ist, fließt der Mund über. Das gilt genauso für das Tippen in Facebook. Würde jemand deinen Facebook-Account ansehen und sagen: Ja, hier ist ein Christ, jemand, der sich verhält als ob Jesus tatsächlich und praktisch sein Herr ist?

Sagen die MP3-Dateien auf deinem iPod oder deinem MP3-Player, dass Jesus der Herr ist? Oder hört man dort ne Menge an schmutzigen und sexuellen Ausdrücken? Manche von euch lachen. Aber das ist nichts Witziges. Ist da lauter Lady Gaga und aller mögliche andere Müll zu hören, wo Christus sich schämen würde, wenn einer seiner Nachfolger diese Dinge genussvoll anhören würde? Ist dein iPod voller Lieder, die den Herrn Jesus Christus verherrlichen oder ist er voll von allem, was die Welt lieb hat? Ist er voll Sünde, Rebellion und Eigenwilligkeit Gott gegenüber? Wisst ihr: Musik ist eine mächtige Sache. Wie viele von euch, wenn ihr down seid, wenn ihr niedergeschlagen seid, wenn euer Tag echt übel läuft, schalten diese gottlose Musik ein, um eure Seele zu trösten, anstatt zu den Füßen Jesu Christi zu rennen, weil ihr euch in der Musik Geborgenheit holt, nicht in Jesus? Das habe ich gemacht als ich verloren war. Diese Kopfhörer aufsetzen und die Musik laut drehen. Jesus sagt: Kommt zu mir, ich bin Herr, ich habe alles geschaffen, ich bin genug für euch, um jeder Not in eurem Leben zu begegnen. Legt eure Not zu meinen Füßen, ertränkt die Not nicht in der Musik.

Was ist mit euren Lieblingsfilmen? Zeigen die, dass Jesus der Herr ist? Nein, ich sage nicht, dass ihr nicht saubere nicht-christliche Filme ansehen könnt. Ihr könnt das womöglich in einem gesunden Maße tun. Aber das mag ich sagen: Zeigen diese Filme Nacktheit? Fluchen, Gotteslästerungen? Verherrlichen sie alles, was die gottlose Welt verherrlicht? Oder sind das Filme, wo Jesus Christus sich hinsetzen könnte und sie mit dir ansehen könnte, ohne, dass er einen Grund hätte, seine Augen zu bedecken?

Wie sieht es mit deinem Handy aus? Textmessages? Wenn wir losgehen könnten und ein Protokoll von der Telefongesellschaft bekämen, das zeigt, was du geschrieben hast, würde darin zum Ausdruck gebracht: Jesus ist Herr? Oder wäre das voll von Geschwätz, Lästerei und Hass deinen Feinden gegenüber. Liebst du deine Feinde? Das ist ein Gebot von Jesus, dem Herrn. Du sagst: Aber dazu habe ich nicht die Kraft.

Nun, mag sein, weil du kein Christ bist. Sind deine Textmessages von all den vergeblichen und vergänglichen Dingen dieser Welt oder gibst du Menschen Christus weiter? Ich sage dir: Wes das Herz voll ist, fließt der Mund über. Wenn du ein Christ bist, ist Jesus dein Schatz. Nicht nur dein Herr, nicht nur dein Retter, er ist dein Schatz. Nimmst du diesen Schatz und zeigst ihn anderen? Ich meine, wenn ich ein gutes Buch finde, das ich mag oder eine gute Predigt, dann gebe ich die Leuten weiter. Ich meine, wenn Leute einen guten Film sehen oder eine gute CD entdecken, dann geben sie die doch weiter, oder? Gibst du Jesus anderen weiter?

Schämst du dich wegen Christus?

Schämst du dich, den Namen Christi in den Mund zu nehmen? Bezeugen all die Dinge, die ich gerade aufgezählt habe, dass Jesus tatsächlich dein Herr ist? Oder entblößen sie dein christus-verleugnendes Leben? Zeigt es, dass Jesus vielleicht nur ein kleiner winziger Teil deines Lebens ist, den du mehr oder weniger auf sonntags beschränkst, vielleicht auf Freitag Abends, vielleicht ist es etwas, was du tust, um deine Eltern zufrieden zu stellen. „Ich lebe als Christ, bis ich aus der Haustüre raus bin und wenn ich 18 bin, wenn ich meine eigene Wohnung habe, wenn ich studiere, werde ich all das wegwerfen und mich kopfüber in sündige Dinge stürzen“. Manche von euch können es nicht erwarten, endlich frei zu sein von der Autorität eurer Eltern und weg von zu Hause zu kommen, damit ihr beschämende Dinge tun könnt, ohne euch deswegen noch schämen zu müssen, weil keine beobachtenden Augen mehr da sind.

Was ist kein Nachweis eines echten Glaubens?

Entsprechend dieses Textes: Was ist der Erweis dessen, dass ihr tatsächlich Christen seid? Ich kann euch sagen, was es nicht ist. Es ist keine emotionale Erfahrung. Emotionen, die nicht in Gehorsam münden, kann man in die Tonne treten. Ihr mögt aufstehen, für Jesus klatschen, eure Hände erheben, seinen Namen rufen, aber wenn ihr aus dieser Tür rennt und euer Leben nicht ein Bild von Gehorsam ihm gegenüber ist, sind all diese Emotionen wertlos, sie bedeuten nichts. Emotionen, die von Gott, entsprechend des Heiligen Geistes sind, die führen zu Gehorsam. Man ist auch kein Christ, weil man einmal ein Entscheidungsgebet für Jesus gebetet hat. Jesus sagt nicht: „Ihr habt mich Herr, Herr genannt und doch habt ihr nicht dieses Entscheidungsgebet gesprochen!“ Ebenso ist der Erweis deines Christseins auch nicht deine Taufe. Du kannst getauft sein und dennoch Jesus nicht nachfolgen. Du kannst den Katechismus auswendig kennen und dennoch Jesus nicht nachfolgen. Ich wurde als Kind in der Methodisten-Kirche getauft. Aber die ersten 18 Jahre meines Lebens waren nichts als ein Bild des Ungehorsams.

Was ist mit dem Zungenreden? Ist Zungenreden der Erweis des Christseins? Nein, das findet man nicht in der Bibel. Jesus sagt: Wo ist dein Gehorsam? Du rühmst dich, in Zungen zu reden? Du denkst, du bist gerettet, weil du in Zungen redest? Jesus sagt: Rede in Zungen so lange du willst, aber wo ist dein Gehorsam? Der Erweis dessen, dass Jesus dein Herr ist, besteht darin, dass dein Leben sich auf seine Lehre gründet. Du magst sagen: Warte mal eine Minute. Diese Art von Christentum haben wir in unseren Kirchen nicht. Das ist in unseren Jugendgruppen nicht so.

Du sagst: „Du hast von meinem Facebook-Account, meinem iPod und meinem Handy gesprochen. Wenn ich Jesus Herr machen würde über all diese Bereiche meines Lebens, dann wären nicht einmal die Leute in meiner Jugendgruppe noch meine Freunde. Wer ist dann noch mein Freund, wenn ich Jesus zu meinem Herrn mache?“

Aber, worüber sorgt sich ein echter Christ? Sorgst du dich mehr um den Willen derer, von denen du weißt, dass sie sich auf dem Weg zur Hölle befinden? Willst du denen gefallen und ihr Freund sein? Oder sorgst du dich um den Willen Jesu, der dich am jüngsten Tag richten wird? Wessen Wille ist dir wichtiger?

Jesus Sicht auf die Welt

Jesus sagt folgendes ganz am Schluss einer langen Predigt, die er gepredigt hat. Am Ende sagt er: „Warum nennt ihr mich Herr, Herr und tut nicht die Dinge, die ich euch sage?“ Lasst mich euch einfach etwas von dem zeigen, was Jesus in der Predigt in Lukas 6 sagt:

Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen. (Lukas 6,22)

Wenn deine Freunde dich hassen, weil du ein übler Freund bist und über sie lästerst, dann bist du nicht selig. Aber, wenn sie dich hassen, weil du Jesus Christus nachfolgst, bist du selig.

Freut euch an jenem Tag und hüpft! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht. (Lukas 6,23)

Teenager Sein bedeutet nicht: Lizenz zur Verantwortungslosigkeit

Vielleicht mögen einige der älteren Leute hier denken: Du weißt nicht, zu wem du gerade sprichst. Du sprichst nicht zu einem Erwachsenen, sondern du sprichst zu einem Haufen Teenagern. Du solltest dich mal entspannen und den Anspruch deiner Botschaft mal ein wenig herunterschrauben. Das, was du sagst, ist wirklich extrem und du schießt über das Ziel hinaus.

Aber ich sehe in der Schrift nicht, dass die Anforderungen Gottes an einen Teenager irgendwie geringer seien als an einen Erwachsenen. Ich sehe das nirgendwo. Jesus hat auch zu kleinen Kindern gesprochen. Die Forderungen Gottes sind an alle Menschen die gleichen. Das Problem ist, dass diese amerikanische gottlose Kultur euch beigebracht hat, dass das Privileg des Jung-Seins ist, dass ihr verantwortungslos sein könnt, dass ihr euer Leben verplempern könnt, dass ihr es mit allem vollstopfen könnt, was sinnlos ist. Aber wenn ihr in die Schrift seht, könnt ihr feststellen: Das ist nicht, wie man Kinder erziehen sollte. Das ist nicht, wie ein junger Mensch leben sollte.

Manche von euch tun genau das, was Britney Spears tat. Es gibt so viele Leute im Show-Geschäft in Amerika, die, als sie jung waren, von sich sagten, Christen zu sein. Ich sagte zu meiner Mutter als ich 18 wurde: „Mom, ich bin kein Christ, ich bin verloren, ich gehe in die Hölle, da stimmt etwas nicht mit mir, ich muss gerettet werden“. Meine Mutter sagte: „Nein, du bist ein Christ. Du bist ein guter Christ, Junge, du warst immer ein guter Christ, ich hab dein Leben gesehen!!“

Hört zu: Auch wenn deine eigenen Eltern denken, du seist ein Christ, macht dich das nicht zu einem Christen. Die Frage ist: Denkt Jesus, dass du ein Christ bist: Zeigt das Wort Gottes, dass du ein Christ bist? Mache von euch brauchen nur noch ein paar Jahre. Und ihr werdet aus dieser Kirche stürmen, werdet Jesus nicht mehr euren Herrn nennen und werdet euch kopfüber in Sünde stürzen.

Ich wurde gerettet, direkt bevor ich ins College kam. Und als ich ins College kam: Wisst ihr, was geschah? Ich redete mit den ganzen Leuten dort, gab ihnen Christus weiter und all diese Leute sagten: „Ja, ich bin auch Christ, ja, ich bin auch in der und der Kirche groß geworden etc.“ Sechs Monate später hängen sie mit ihren Köpfen über der Toilette wegen ihrer Alkoholsucht. Sie schlafen wild durch die Gegend und ich sage ihnen: Du hast mir gesagt, du seist Christ, schau wie du lebst!

Weißt du, was dich noch bremst, weißt du, was dein Gewissen unter Kontrolle hält? Das ist die Tatsache, dass du noch der Autorität deiner Eltern bist, das ist ein besonderer Segen. Ihr mögt es für einen Fluch halten, dass ihr noch unter der Autorität eurer Eltern seid, aber Gott hat euch das als Segen gegeben um eure sündigen Verlangen zurückzuhalten. Ihr solltet euren Vater und eure Mutter ehren. Ihr solltet sie loben und sie lieben und nach Hause gehen nach dieser Freizeit und sagen: Danke, Vater und Mutter, dass ihr wolltet, dass ich ein Christ werde. Danke, dass ihr mir ein gutes Beispiel gegeben habt. Bitte, behandelt Jesus nicht so wie ihr das vielleicht mit eurer Mutter tut. Ich sage euch das, weil ich so war. Behandelt sie nicht herablassend. Wisst ihr, was ihr mit eurer Mutter tut? Wenn sie da ist und ihre Bekannten, dann respektiert ihr ihren Willen und tut eben, was sie sagt, aber sobald sie sich umdreht, tut ihr alles, was sie euch gesagt hat, es nicht zu tun. Und ihr tut alles, was ihr wisst, was eure Mutter beschämen würde, wüsste sie es.

Wer kann Jesus Herrn nennen?

Jesus sagt in diesem Text: Ich habe keine Nachfolger, die mich so behandeln. Das sind nicht wirklich meine Nachfolger. Die einzigen Menschen, die das Recht haben, mich Herr zu nennen, die sind die, die dem gehorchen, was ich sage. Der Rest sind Lügner. Der, der sagt: Ich kenne Gott und hält doch nicht seine Gebote, ist ein Lügner, das sagt der erste Johannes-Brief. Eure Eltern mögen wahrscheinlich eine rosa Brille euch gegenüber aufhaben. Die Freunde, die den schlimmsten Einfluss auf mich hatten, konnten meine Eltern dazu bringen, zu denken, sie seien der beste Einfluss auf mich. Meine Eltern liebten manche meiner Freunde, die mir all das beibrachten, was mir meine Eltern verboten hatten. Und vielleicht tragen eure Eltern diese rosa Brillen, wo sie denken, alles sei völlig in Ordnung mit ihrem Kind. Hört zu, das ist nicht wahr, das mag bei vielen von euch nicht die Wahrheit sein.

Könntet ihr aufstehen und Zeugnis geben wie Bruder David? Also jetzt nicht von der Eloquenz und dem Mut vor so vielen Leuten zu sprechen hier, sondern gibt es die Wirklichkeit einer Umkehr von einem Leben, das sich nicht wirklich um Gott geschert hat, hin zur Nachfolge Jesu, dass du jetzt Christi Willen tun möchtest? Dass du ihm dienen willst?

Ich möchte etwas klarstellen. Bisher habe ich euch nicht gesagt, wie man ein Christ wird. Jesus wollte hier im Lukas-Evangelium nicht sagen, dass du ein Christ dadurch wirst, indem du anfängst, Jesus zu gehorchen. Das sagt er nicht. Aber er sagt: „Wenn du bereits in der Vergangenheit mich als Herrn bekannt hast, kannst du an den Werken in einem Sinne die Echtheit deines Glaubens ablesen. Nämlich: Tust du, was ich meinen Nachfolgern zu tun geboten habe“?

Jesus sagt dir also hier nicht, wie du ein Christ wirst, sondern er beschreibt die Eigenschaften von jemandem, der ihm wirklich als ein Christ glaubt. Die Schrift macht wieder und wieder klar, dass niemand durch Gehorsam, gute Werke oder durch das Halten des mosaischen Gesetzes gerecht werden kann. Es geht auch nicht darum, mehr Gutes als Schlechtes zu tun und wenn das Gute überwiegt, dann in den Himmel gelassen zu werden. Gehorsam löscht nicht oder tilgt nicht deine Sünde, die du bereits begangen hast. Gehorsam bewirkt keine Sündenvergebung.

In Johannes Kapitel 6 kamen ein paar Männer zu Jesus. Und sie fragten: Was müssen wir tun um die Werke Gottes zu wirken? Damit meinten sie: Was können wir tun, um mit Gott in Frieden zu kommen? Sie fragen, was sie genau tun sollen. Hört, was Jesus zu ihnen sagt: „Das ist das Werk Gottes, das ihr an ihn glaubt, den Gott gesandt hat.“ Seht ihr, er sagt nicht: Erlösung kommt aus Tun, Tun, Tun, sondern durch Glauben! Und zwar dadurch, dass ihr erkennt, was Jesus am Kreuz getan hat.

Was tat Jesus am Kreuz?

Ihr müsst verstehen: Was geschah am Kreuz? Was tat Jesus, was so erstaunlich war? Jesus sagte: Ich bin der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe lässt. Was bedeutet das? Ich habe versucht, euch durch Gottes Wort und seinen Geist von Sünde zu überführen. Und Jesus trug die Sünde derer, die an ihn glauben ans Kreuz. Er handelte als ein Stellvertreter. Er ging an das Kreuz und sagte: „Vater, nimm all den aufgestauten Zorn über die Sünde und den Ungehorsam meines Volkes und gieße ihn über mir aus! Und ich werde an ihrer Stelle leiden und geschlagen werden, damit sie es nicht erleiden müssen. Er starb als ein Stellvertreter an der Stelle des Gläubigen unter dem Zorn Gottes. Deswegen sagte er auch: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Denn an jenem Kreuz wurde er rechtlich gesehen zu dir mitsamt all deinen Sünden. Man stelle sich vor: Gott würde eine Liste all deiner Sünden nehmen, von jeder einzelnen. Und dann würde er eine Liste nehmen mit dem vollkommenen Gehorsam Jesu Christi. Und an diesem Kreuz geschah der große Austausch dieser beiden Dokumente. Jesus sagte: Ich nehme alle ihre Sünden und lass diese Sünden mir unter meinem Namen anrechnen. Rechtlich werden diese Sünden alle zu mir gehören. Und dann schaut er dich an und sagt: Sünder! Meine ganze Gerechtigkeit, meinen ganzen Gehorsam meinem Vater gegenüber während der 33 Jahre meines irdischen Daseins und Dienstes werde ich dir zurechnen. Da war dieser rechtliche Austausch.

Nein, Gott kehrt nicht all deine Sünde unter den Teppich und tut so als sei sie nicht da. Er wartet auch nicht darauf, dass du gut genug wirst, für deine Sünden zu bezahlen. Sondern er sagt: ich werde jemanden an deiner Stelle bestrafen und zwar meinen eigenen Sohn.

Wenn du denkst, dass der Gott, der Menschen in die Hölle schickt, ein gemeiner und hässlicher Gott ist, den du nie anbeten könntest, dann begreife das: Er ließ seinen eigenen Sohn seinen Zorn erleiden anstelle von Sündern. Seinen eigenen unschuldigen Sohn ließ er leiden. Also beschwere dich nie, dass es unfair sei, dass schuldige Sünder verloren gehen, wenn sein unschuldiger Sohn freiwillig litt. Jesus sagte: „Niemand nimmt mir mein Leben, ich lege es selber nieder. Ich habe die Macht es niederzulegen und auch die Macht, es wieder aufzunehmen.“ Es war nicht so, dass da bei der Kreuzigung etwas schief lief mit der Folge, dass Jesus gekreuzigt wurde. Sondern es war schon vor Ewigkeiten Gottes Vorsatz, dass sein Sohn kommen und für den Ungehorsam seines Volkes leiden würde. Das ist die wahre Bedeutung des Kreuzes.

„Ich muss erst perfekt sein, damit ich ein Christ werden kann“

Wenn du nach der Predigt denkst: „Oh Mann, das ist eine schlimme Botschaft! Ich muss erst perfekt sein, bevor ich ein Christ sein kann“, dann hast du mich falsch verstanden. Was ich sagte, war: Wenn du jetzt weißt, dass du ein Heuchler bist, wenn du jetzt weißt, dass du dich selbst getäuscht hast, aber auch wenn du niemals vorher behauptet hast, ein Christ zu sein, jetzt aber verstehst, wo die Wahrheit liegt, dann sagt Jesus dir das: Komm zu mir und ich werde dich aus freien Stücken durch das retten, was ich am Kreuz getan habe! Nichts kann zu diesem Werk hinzugetan werden. Ja, wir brauchen eine Bereitschaft zur Buße, uns von der Sünde abzuwenden. Du kannst nicht sagen: Ich will an dieser Homosexualität festhalten. So wie David das tat. Als er wirklich zur Buße kam, sagte er: Gott, ich lasse es los, ich werde stattdessen Jesus folgen. Das ist Buße, ein Wegwenden von der Sünde, damit du dich zu Gott wenden kannst.

Und das ist die frohe Botschaft heute Abend. Jesus starb nicht für gute Menschen. Jesus starb nicht für gehorsame Menschen. Im Römerbrief steht: Christus starb für Gottlose. Ist das dein Verständnis des Christentums? Christentum ist nicht für Gutmenschen, sondern für solche, die die Hölle verdienen und gerettet werden wollen.

Paulus sagt:

Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Römer 5,8)

Christus starb für den Gläubigen, als er noch in seiner Sünde war, er muss sich nicht selbst rein machen. Du musst nicht erst wie ein Christ aussehen um dann zum Kreuz zu kommen.

Christus sagt: Komm jetzt!

Nein, er sagt: „Komm, genau jetzt. Kehre dich von deiner Sünde ab, komm zu mir und dem, was ich am Kreuz vollbracht habe. Mein Blut wird dich retten. Nicht deine Kirchenmitgliedschaft. Nicht deine geistlichen „Erfahrungen“. Nicht deine Anbetung von mir. Nicht der Glaube deiner Eltern. Nichts davon wird dich retten.“

Es ist Christi Blut und Christi Blut allein. Damit möchte ich schließen. Versucht euch nicht den Weg zu Gott durch euren Gehorsam zu bahnen, das wird nie geschehen, es ist unmöglich, ihr könnt das nicht tun.

Ich bitte euch wirklich: Wenn ihr wisst, dass ihr nicht echt seid, wenn ihr Angst hättet, mir in die Augen zu sehen, weil ihr wisst: Ich habe hier euer Leben gelesen wie ein Buch, dann mag ich sagen: Jesus sieht durch deine Heuchelei geradewegs durch. Jesus sagt nicht: Deine Erlösung ist unmöglich, sondern er sagt: Komm, ich vergebe dir! Ich kenne all die Lügen, die du erzählt hast, all die Heuchelei, all die Spiele, die du gespielt hast, wie du getäuscht warst und in Sünde lebtest und mich verunehrt hast und weiß, dass du Gottes Gericht verdienst. Aber ich biete dir völlig frei das ewige Leben. Du kannst nichts dazu zu tun, um es dir verdienen. Kehr dich von deiner Sünde ab und glaube, dass ich am Kreuz starb für deine Sünden. Du kannst gerettet werden. Du kannst heute Abend gerettet werden, du brauchst keine 6 Wochen christliche Freizeit. Du musst da nicht unbedingt einen langen Bekehrungs-Prozess durchlaufen, alles, was du benötigst, ist echten, rettenden Gauben.

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1 Kommentar

Miriam 16. Mai 2014 - 13:53

Danke für diesen tollen Text! Es hat mich zum Nachdenken gebracht, da ich mich darin selber wieder finden konnte.

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