Buchempfehlung: Vom Glück, SELBSTlos zu leben (Timothy Keller)

von Katharina Neumann
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Buchempfehlung: Vom Glück, SELBSTlos zu leben (Timothy Keller)

Ein Buch, geschrieben für die heutige Zeit. Gerade für Jugendliche/junge Erwachsene, aber generell tut es allen gut. Wieso? In einer Gesellschaft, in der sich immer alles um dich als Individuum dreht und du unter dem unfassbaren Druck stehst, jemand sein zu müssen (ob für andere oder für dich selbst, in Social Media oder im Job/an der Uni/unter Freunden etc.), Es rüttelt auf und gibt eine himmlische und befreiende Perspektive auf uns selbst. Sehr aktuell im heutigen Wahnsinn des Selbstwerts.

Der erste Eindruck

  • sehr dünn (40 Seiten), klein und handlich
  • hat einen prägnanten Klappentext, der beinahe wie ein Inhaltsverzeichnis funktioniert
  • Paperback, gut verarbeitet (habe es gebraucht gekauft, schon verliehen und es ist noch immer einwandfrei)
  • Der Schriftsatz ist lesbar, nicht zu kleine Buchstaben.
  • mittlerer Zeilenabstand, Platz für kurze Notizen unter dem Text und ein wenig an der Seite

Leicht zu lesende, aber herausfordernde Lektüre

Das Buch an sich ist quasi ein Filetstück, weil es so dünn ist und gleichzeitig ein literarischer Leckerbissen ist: Es gibt kein Inhaltsverzeichnis; ja, es ist so dünn, dass es im Prinzip ein Kapitel eines dicken Sachbuchs sein könnte. Strukturiert ist es durch eine Einleitung, zwei Kapitel und die Anwendung am Ende, außerdem Gedankenanregungen ganz zum Schluss.

Tim Keller schreibt nüchtern, sachlich, aber ausgeschmückt mit vielen Beispielen. Er überzeugt, weil er vielseitig schreibt: biblisch, gesellschaftlich, beispielhaft und persönlich. Du brauchst kein Vorwissen, da er den Bibeltext verständlich in den geschichtlichen und biblischen Zusammenhang einordnet und nur selten in christliche Floskeln verfällt. Allerdings ist Voraussetzung, Interesse und Offenheit gegenüber dem Christentum zu haben und Kritik an eigenem und gesellschaftlichem Gedankengut ertragen zu können.

Um was geht es Keller?

Zusammengefasst geht es darum, wie wir uns als Einzelne in der heutigen Gesellschaft sehen. Wenn dich folgende oder ähnliche Fragen beschäftigen, wirst du in diesem Buch aufschlussreiche Antworten finden:

„Wieso geht es meinem Selbstbewusstsein nicht gut?“

„Warum denke ich so hoch von mir – oder so niedrig?“

„Was macht Paulus anders?“

„Wie kann auch ich selbstbewusst selbst-los sein?“

Einige Zitate, die den Inhalt einfassen

„Madonna: Ich bin zwar jemand geworden, aber ich muss mir immer noch beweisen, dass ich jemand bin. Dieser Kampf war noch nie zu Ende und wird es vermutlich auch nie sein.“ (S. 20)

„Paulus sagt etwas Erstaunliches: Es ist mir egal, was ihr denkt, und es ist mir egal, was ich denke.“ (S. 27)

„Demut, wie das Evangelium sie meint, bedeutet: es nicht mehr nötig zu haben, über mich nachzudenken.“ (S. 29)

„Nicht, wie in modernen Gesellschaften, höher von mir denken, oder, wie in traditionellen Gesellschaften, geringer. Einfach weniger an mich denken.“ (S. 32)

Fazit

Unbedingte Leseempfehlung! Keller bietet hier einen Schatz an Impulsen zur Veränderung unserer selbst-zentrierten Denkweise, die man sich immer wieder bewusst machen muss. Sein Buch ist prägnant, kurzweilig und schweift nicht ab: Perfekt für Bahnfahrten, Wartezimmer… Außerdem kannst du es gut verschenken, selbst wenn die betreffende Person kein Vielleser ist.

Hier kannst du das Buch kaufen.

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