Psalm 24 – Unser himmlischer König kommt wieder!

von Philipp Letz
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Psalm 24 – Unser himmlischer König kommt wieder!

Zum Jahresabschluss wollen wir einen letzten Blick in die Psalmen werfen. Viele Menschen nehmen sich irgendwelche guten Vorsätze vor, die sie doch schnell wieder brechen. Auch Christen sagen sich oft „Dieses Jahr wird alles anders. Ich will mehr in der Bibel lesen, ein geordnetes Gebetsleben führen, usw…“ Mal ehrlich: Nach wie vielen Tagen scheitern deine Vorsätze? Die Psalmen geben uns Hilfe, gerade unsere guten Pläne und unser klägliches Scheitern vor Gott zu bringen. Sie sind Gebete, die unseren Blick weg von uns, hin auf einen größeren lenken.

Psalm 24 gibt uns eine klare Perspektive, die uns zu so einem Leben ermutigt. Er zeigt uns, weshalb es sich lohnt, für diesen König zu leben. Denn er beschreibt Jesus Christus auf drei Arten: Zuerst als den Schöpfer und Erhalter in Vers 1-2, dann als den Schuldlosen in Vers 3-6, und zuletzt als den König in Vers 7-10.

Schöpfer und Gott-König: Viel zu heilig für uns

Nachdem Gott als Schöpfer vorgestellt wurde, wird gefragt, wer Ihm überhaupt begegnen kann? Wer ist der kühne Bergsteiger, der es wagt, die schwindelnden Höhen „seiner heiligen Stätte“ zu erklimmen? Ganz einfach: wer vollkommen sündlos und perfekt ist. Wer nichts Falsches getan, nichts Falsches gedacht, nichts Falsches gewollt und nichts Falsches geredet hat. Wer so zu Gott kommt, wird gesegnet werden, darf sich an Gottes wunderbarer Gegenwart freuen und sich Kind dieses guten und heiligen Herrschers nennen.

Doch wer ist so? Der Psalmist gibt uns die Antwort: „Jakob“, d.h. Israel – Gottes Volk. Wirklich? Ist das Volk Israel so? Fehlerfrei, sündlos, eben wie sein Gott selbst? Ja, das wahre Volk Israel aus Juden und Heiden darf so vor Gott stehen. Aber nur aus einem einzigen Grund: Wegen ihres Königs, des größeren „Jakob“ und besseren Israel. Und das ist kein anderer als unser Herr Jesus! Deswegen wird von Ihm nun in den nächsten Versen bildhaft berichtet, wie Er wieder in den Himmel eintritt (es muss Jesus sein, denn der Vater verließ nie den Himmel). Man kann sich die Szene ungefähr so vorstellen:

Der König selbst öffnet die Tore des Himmels

Nachdem Christus ein schuldloses und gerechtes Leben, wie von Gott gefordert, lebte und am Kreuz für die Sünden Seiner Menschen starb und wieder auferstand, kehrte Er in den Himmel (den „Berg des HERRN“) zurück. An den Toren angekommen, ruft Er, dass sie sich erheben sollen, sodass Er als der „König der Herrlichkeit“ einziehen kann. Noch nie hatte jemand es gewagt, an diese Tore heranzukommen, geschweige denn anzuklopfen. Vielleicht wird deshalb nachgefragt, wer denn ruft. Und der Herr Jesus antwortet: „Der HERR, stark und mächtig! Der HERR, mächtig im Kampf.“ „Ich habe den Kampf gegen die Sünde und den Tod gewonnen, deswegen erhebt euch ihr Tore!“ Dann schreitet Er durch den Himmel, bringt sein stellvertretendes Blut mit, und setzt sich völlig zu Recht zur Rechten des Vaters auf den Thron, um zu herrschen!

Seit Christus diese Erlösung vollbracht hat, sind die „Tore“ zum Himmel geöffnet. Diejenigen, die mit Jesus vereint sind, erlangen in Ihm die geforderte Gerechtigkeit Gottes. So dürfen auch wir zu „Jakob“, zu Seinem Volk gehören, das vollkommen heilig und perfekt vor dem Vater steht.

Der König kommt wieder!

In der Adventszeit ging es um das Warten auf die Ankunft dieses Retter-Gottes Jesus, der als kleines, unscheinbares sowie schwaches Kind in unsere Welt kam. Doch nach Seinem Sieg am Kreuz kehrte Er in den Himmel zurück. Seitdem dürfen wir auch auf Seine Wiederkunft warten. Dann wird Jesus nicht wieder als hilfloses Kind kommen, sondern so wie Er in den Himmel aufgefahren ist: mit sichtbarer Kraft und Macht, voller Herrlichkeit. Dann wird jeder erkennen, wer Er wirklich ist. Deswegen glaube auch jetzt schon Jesus Christus, sodass Er dein Retter und nicht dein Richter wird. Und dann freue dich jetzt im neuen Jahr, dass Er kam, um dich einmal an diese „heilige Stätte“ bringen zu können. Es gibt keinen Tag in der Menschheitsgeschichte, für den man sich besser vorbereiten sollte, den wir Christen mehr ersehnen dürfen. Also der „Nummer 1“-Vorsatz für 2019!

Warte voller Freude auf Seine angekündigte Wiederkunft, denn dann wird es Realität werden 🙂

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