Erschienen: Timotheus #21 – Ungewöhnliche Helden

von Larissa Wöllner
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Erschienen: Timotheus #21 – Ungewöhnliche Helden

Die neue Timotheus Ausgabe ist schon eine Weile da und befasst sich dieses Mal mit dem Thema „Ungewöhnliche Helden – Was Außenseiter des Alten Testaments uns heute sagen.“ Zuerst hat mich die Thematik leicht überrascht. Es ist schließlich kein „klassisches“ Thema wie in den letzten Ausgaben, wo es beispielsweise um Schlagwörter wie Heiligung, Predigt, Geld, Gottes Zorn und so weiter ging. Ungewöhnliche Helden – ein ungewöhnliches Thema.

Mal ehrlich: Kannst du auf Anhieb sagen, wer Uria oder Obadja waren, beziehungsweise was deren Leben kennzeichnete? Was fällt dir bei dem Namen Asaf ein? Denkt man nicht manchmal, dass einem diese Charaktere nichts zu sagen haben? Zumindest nichts über das Evangelium oder für einen persönlich? Wozu ist es gut und wichtig, solche Personen aus dem Alten Testament zu kennen und deren Geschichten zu lesen?

Diese Ausgabe gibt darauf eine Antwort und macht uns deutlich, wie viel wir im AT von Jesus lesen können und dass Gott für seine Zwecke gebraucht, wen Er will; auffällige und unscheinbare Charaktere. Uns wird durch die Artikel des Magazins vor Augen gestellt, wie Menschen damals in einer Beziehung zu Gott standen, als der Messias noch nicht auf die Erde gekommen und das Evangelium von Jesus Christus noch nicht vollkommen offenbart war und wie dennoch jede erwähnte Biographie Wichtiges über Jesus und über uns lehrt.

In dem ersten Artikel von Jon Bloom geht es um den getöteten Abel. Der Autor vergleicht uns Menschen mit dem Mörder Kain und unseren Herrn Jesus mit Abel. Wir waren genauso wie Kain Feinde Gottes. Abel, als erster Märtyrer, ist dagegen ein Vorschatten auf Jesus.

Im zweiten Artikel von Gunnar Schröder geht es um den Musiker und Dichter Asaf. Er war kein großer und bekannter Held wie andere biblischen Charaktere. Wir kennen ihn aber als Autor von zwölf Psalmen. Von ihm können wir viel über unser eigenes Gebetsleben lernen.

Weiter geht es mit dem Mundschenk Nehemia und darum, wie vorbildlich er sich mit den verschleppten Juden identifizierte und seinen eigenen bequemen Lebensstil aufgab, um dem Volk zu dienen. Der Autor Daniel Facius stellt durch Nehemias Biographie unsere Aufgabe als Christen sehr gut heraus, da wir ebenfalls als ein Glied des Leibes Christi einander zu dienen haben.

Nils Freerksema geht in seinem Artikel auf Obadjas vorbildlichen Dienst in einer gottlosen Welt ein, in die wir Christen ebenso gestellt sind.

Ebenfalls beschäftigt sich die Ausgabe mit dem Reformatoren Hugh Latimer. Ein ziemlich unbekannter Name, aber eine sehr spannende Lebensgeschichte eines Mannes, der Gott bis zum Tod auf dem Scheiterhaufen treu geblieben ist.

Ein weiterer genialer Artikel kommt von Andreas Münch: Jeder kennt zwar König David und dass er mit Batseba Ehebruch beging, aber Batsebas Mann Uria ist dem ein oder anderen nicht sofort präsent. Der Artikel stellt jedoch die bemerkenswerte Loyalität Urias heraus und wie er uns damit darauf hinweist, dass Jesus alles für uns erfüllt hat, worin wir versagt haben. Somit zeigt auch diese Geschichte ganz klar den Bezug zum Evangelium. Ein sehr lesenwerter Artikel.

Jochen Klautke geht es in seinem Artikel um Jesaja, welchen er als ersten Evangelisten bezeichnet. Eine herausfordernde Betitelung für einen Propheten, könnte man denken. Vor allem weil Jesus zu der Zeit Jesajas noch gar nicht auf der Erde war, geschweige denn den Kreuzestod auf sich genommen hatte. Jochen zeigt uns aber, wie Jesaja „der erste Mensch der Weltgeschichte [war], der ausführlich erklärte, wer Jesus ist“ (S. 31), und die Frage danach gestellt, ob auch wir bereit sind, für diesen Jesus und die neue Welt zu leben.

Zum Abschluss gibt es noch zwei Interviews. Einmal ein Interview mit Thomas Reiner, dem Schweizer Pfarrer in der Evangelisch-reformierten Kirche Westminster Bekenntnis, der über sich und die Wichtigkeit von Bekenntnissen spricht. Und zudem ein Interview mit Pastor Matthias Lohmann aus München, der auch bereits Artikel für die Zeitschrift verfasst hat.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich diese Ausgabe mal wieder sehr empfehlenswert finde. Allein weil es um die wichtige Thematik geht, jedem Christen bewusst zu machen, dass das AT im Hinblick auf Jesus geschrieben wurde! Ja, es geht komplett um Jesus. Die Autoren haben sehr gut den Bezug zu Ihm und die Bedeutung auch für uns Christen ganz praktisch herausgearbeitet. Somit möchte ich jedem gerne raten, das Heft zu lesen und diese wunderbare Wahrheit immer mehr zu erfassen.

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3 Kommentare

Timotheus Magazin 4. November 2015 - 23:29

Vielen Dank für die tolle Rezension Larissa 🙂

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Reformierter Spiegel #7 | Timotheus Magazin 8. November 2015 - 02:23

[…] ERSTE REZENSION ZU »UNGEWÖHNLICHE HELDEN« […]

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Timotheus Magazin 2015 (Rückblick) | 17. Dezember 2015 - 19:21

[…] Wöllner schrieb auf dem JosiaBlog zur Ausgabe: »Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich diese Ausgabe mal wieder […]

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