Verliebt, verlobt, geschockt! (Predigt zu Mt 1,18-25)

von Ludwig Rühle
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Verliebt, verlobt, geschockt! (Predigt zu Mt 1,18-25)

Verliebt, verlobt, verheiratet? Nein. Verliebt, verlobt geschockt! Als Joseph von der Schwangerschaft seiner Verlobten hörte, fühlte er sich sicherlich zutiefst betrogen und verletzt. Wie konnte Maria das tun? Maria, die reine Magd. Nie, nie im Leben hätte er ihr so etwas Entsetzliches zugetraut. Stellt euch seine grenzenlose Enttäuschung und tiefe Verletzung vor. Joseph war sicherlich fix und fertig mit der Welt.

Was sollte er tun? Er stand in der Spannung zwischen der Enttäuschung über Maria und seiner Liebe zu ihr. Oh, Joseph wird tiefste Qualen durchgestanden haben. Aber Maria heiraten war ausgeschlossen. Sie war nun einmal schwanger von einem anderen Mann.

Doch wie hat Joseph davon erfahren? Wahrscheinlich von Maria selbst. Ihr Bauch wuchs. Sie musste es ihm ja irgendwann sagen. Höchstwahrscheinlich hat Maria ihm versucht zu erklären, was der Engel ihr gesagt hatte: Sie ist vom Heiligen Geist schwanger geworden.

Aber was sollte Joseph mit so einer Geschichte anfangen? Er konnte eins und eins zusammenzählen. Jungfrauengeburt war auch damals genauso etwas Unmögliches wie heute. Joseph konnte es nicht einfach so hinnehmen. Er war Handwerker, er dachte logisch. Für ihn waren die Naturgesetze ausschlaggebend.

„Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.“ (Mt 1,20)

Höre in dieser Predigt über das wahre Wunder der Jungfrauengeburt, über die uralte Verheißung, die hinter dem Namen „Immanuel“ steht und über Jesu Verbindung mit seinem biblischen Namensvetter Josua.

Ludwig Rühle – Verliebt, verlobt, geschockt! – Matthäus 1,18-25

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